Wie schon vor ein paar Tagen bekannt wurde, gibt es ein Problem für alle FRITZ!Box Nutzer, die den MyFritz! Dienst aktiviert haben.

Mit Hilfe des MyFritz! Dienstes kann man bestimmte Bereiche auf der hauseigenen Fritz!Box aufrufen. Dazu zählt auch die Einrichtung von Rufumleitungen.

Bis jetzt ist nur bekannt, dass von außen mit Hilfe eines gültigen Zugangs (Mailadresse und Passwort) auf MyFritz! zugegriffen wurde. Wie jemand an diese Daten gelangen konnte, wird von AVM in Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden untersucht.

Bei diesen Zugriffen, wurden kostenpflichtige Telefon-Mehrwertdienste eingerichtet, die den Fritz!Box Nutzern mehrer hundert Euro in Rechnung gestellt haben.

Es wird vermutet, dass es Zusammenhänge mit den kürzlich aufgetauchten 16 Millionen Mailadressen samt Passwörter gibt. Sollte jemand im Besitz ihrer Mailadressen mit Passwörtern sein, dann helfen im Moment folgende Aktionen:

  1. Alle Passwörter für alle Mailadressen ändern
  2. Den Dienst MyFritz! auf ihrer Fritz!Box deaktivieren. Hierbei werden nur die Zugänge von außen auf Fritz!NAS und der Zugriff von außen auf die Benutzeroberfläche von fritz.box verhindert. Der Zugriff aus dem hausinternen Netz ist davon nicht betroffen.
  3. Das Passwort und den Routerzugriff auf der Fritz!Box ändern.

Da es vermutlich kein programmtechnischer Fehler auf der Fritz!Box gibt und es sich “nur” darum handelt, das es anderen gelungen ist, die Benutzerdaten zum Zugriff auf den MyFritz! Dienst zu ergattern, sollten diese Maßnahmen ausreichen.

AVM bietet auf der eigenen Seite einen Workaround an, der Betroffenen hilft die Richtigen Schritte zu unternehmen.

Grundsätzlich gilt immer die alte Regel. Komplizierte Passwörter anlegen. Passwörter öfter ändern.