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18 Millionen gestohlene Datensätze

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Wer ist in der Lage, sich auf Anhieb eine Anzahl von 18 Millionen vorzustellen? 18 Millionen Euro – welcher Berg von 100,– Euro-Scheinen mag das wohl sein? 18 Millionen Menschen – eine unfassbare Menge, die man auf einmal gar nicht erfassen kann.

Hinter 18 Millionen Menschen können aber 18 Millionen Email-Konten und demzufolge auch 18 Millionen Passwörter stecken. Auch eine riesige Zahl. Genau um diese Anzahl handelte es sich in den Meldungen der vergangenen Woche.

Die Staatsanwaltschaft Verden gab bekannt, dass 18 Millionen gestohlener Datensätze (Email-Adressen und dazu gehörige Passwörter) gefunden worden seien und dass diese nun überprüft werden, um Missbrauch zu verhindern.

„“ berichtete, dass in Deutschland davon rund 3 Millionen Internetnutzer betroffen sein sollen.

Auf der Homepage des BSI wird eine Überprüfung der eigenen Email-Adresse angeboten.
Aber: Es besteht lediglich eine Zusammenarbeit mit den Providern Deutsche Telekom, Freenet, gmx.de, Kabel Deutschland, Vodafone und web.de. Die Kunden dieser Anbieter sollen über zwei Drittel der in Deutschland von dem Diebstahl betroffenen Kunden ausmachen.

Wer sich jetzt sagt, dass diejenigen, die die Zugangsdaten zum Emailkonto haben,  „nur“ die Mails lesen können und die seien nicht interessant, der irrt. Denn es ist oftmals der Fall, dass das gleiche Passwort wie für das Mailen auch fürs Internetshopping und andere Aktivitäten wie Facebook & Co verwendet wird. Und was angerichtet werden kann, wenn ein Unbefugter dort Zugriff hat, das kann sich jeder allein ausmalen.

Also sollte die vorrangige Maßnahme sein, die eigenen Passwörter zu ändern und vor allem sichere Passwörter zu verwenden. Zumal wohl seit der Entdeckung des Massendiebstahls die Datensätze – sofern möglich – nach wie vor Unbefugten genutzt werden.

Schon im vergangenen Jahr waren 16 Millionen solcher Datensätze aufgespürt worden, sie sollen nicht im Zusammenhang mit dem jetzigen Fund stehen.

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