Eine tolle Errungenschaft von WordPress ist, dass es seine Blogautoren nicht im Stich lässt, was das Verbreiten gerade veröffentlicher Artikel betrifft.

Was nutzt es einem Blogschreiber, wenn er etwas veröffentlicht aber es niemand findet, weil keine Suchmaschine, Blogverzeichnis oder Feedreader “vorbeikommt” um die neusten Errungenschaften des Blogs aufnimmt.

Pingdienste funktionieren (im Groben) folgendermaßen. Nachdem ein Artikel veröffentlicht wurde, wird ein Ping an verschiedene Suchmaschinen, Blogverzeichnisse usw. gesendet, die signalisieren, dass es hier etwas Neues gibt. Entweder gerade neu veröffentlicht oder ein schon vorhandener Artikel geändert.

Dieser Ping landet dann bei den Suchmaschinen, Blogverzeichnissen usw. und diese schicken dann ihre Crawler (Suchroboter) gezielt zu der Adresse und nehmen die  neuen Information auf, senden sie zurück und tragen diese bei sich ein.

So in etwa funktioniert das “Pingen” von Artikeln. Auf diese Art und Weise funktioniert auch das “mitteilen” von Blogartikeln zu anderen Blogs, da nennt man es einen “Pingback” oder “Trackback” erhalten zu haben. Was das im Detail bedeutet, wird an anderer Stelle berichtet.

Zurück zu unserer Pingliste oder den eigentlichen Pingdiensten. WordPress hat in seinem CMS schon Dienste standardmäßig eingetragen. Im Adminportal findet man unter Einstellungen >> Schreiben am unteren Ende den Eintrag “Update Services”. Standardmäßig sind hier schon zwei Eintragungen:
http://ping.wordblog.de/ (unbedingt auf den “/” am Ende achten)
http://rpc.pingomatic.com

Wer jetzt glaubt, dass das niemals ausreicht, der sollte sich einmal die Dienste anschauen, die alleine pingomatic.com abdeckt, alllerdings nur den englisch sprachigen Raum.

Worldblog.de deckt ebenfalls sehr viele Suchmaschinen und Blogverzeichnisse ab, hier jedoch den kompletten deutschsprachigen Raum.

Wer jetzt in seiner Ping Liste noch weitere Dienste aufgeführt hat, läuft Gefahr, die Suchmaschinen und Blogverzeichnisse doppelt mehrfach anzupingen. Viele setzen die Blogs dann auf Sperrlisten und besuchen diese dann nicht mehr. Hier brachte dann mehr weniger.

Man sollte auch von einer anderen Seite her das Pingen beleuchten. Der Suchmaschinenprimus ist Google. Daher sollte der Pingdienst vorhanden sein. Damit erschlägt man bestimmt 90% seines einkommenden Traffics. Die meisten Besucher kommen eben über Google.

Was wollen wir im Grunde denn alle erreichen? Das die Artikel sehr schnell in den Suchmaschinen und Blogverzeichnissen auftauchen. Um mit einem Ping 90% des zu erwartenden Traffics abdecken zu können, sollte auf jeden Fall Google Deutschland informiert werden.

Dazu trägt man folgendes ein: http://blogsearch.google.de/ping/RPC2

Bei jedem neu erstelltem Artikel (oder geändertem Artikel) ändert sich der Feed ebenfalls. Um auch hier schnell reagieren zu können, sollte folgender Eintrag nicht fehlen: http://ping.feedburner.com

Alle weiteren Dienste sind “Zubrot”. Daher muss man aufpassen, sich die beiden wichtigsten gerade genannten Dienste nicht zu verärgern, indem man massenhaft und unüberlegt weitere “große” Pingdienste mit einbindet, die ebenfalls Google Deutschland und den Feedburner mit im Portfolio haben.

Jetzt noch einmal zusammengefasst:
Wer meint, mit Google Deutschland und Feedburner abgesichert zu sein, sollte sich diese beiden Dienste wie oben aufgeführt eintragen.

Wer noch weitere Dienste in Anspruch nehmen möchte, muss darauf achten, Ping Dienste einzutragen, die keine mehrfach Vorkommen auslösen. Deswegen hat WordPress mit seinen beiden Eintragungen im Grunde alles richtig abgedeckt. PingoMatic für den englisch sprachigen Raum und Worldblog.de für den deutsch sprachigen Raum. Wordlblog.de deckt insgesamt um die 20 Dienste ab. Google und Yahoo sind dabei und auch der Feedburner.

BLOGGEREI: Noch eine grundlegende Info zum Eintrag http://rpc.bloggerei.de/ping/.
Hier handelt es sich um ein Blogverzeichnis, dass nur dann mit diesem Ping erreicht werden kann, wenn man seinen Blog dort angemeldet hat. Die “sinnlose” Verteilung diverser Pinglisten mit diesem Eintrag schadet nur, denn die Betreiber der Bloggerei haben dadurch einen unnötig hohen Traffic von Blogs, die bei denen gar nicht gelistet sind. Selbst wenn man seinen Blog dort angemeldet hat (unsere sind es alle), sollte man in den Einstellungen der Bloggerei angeben, dass die Bloggerei die Artikel selber “abholt”. Hier kommt es meist nicht auf Schnelligkeit an, sondern, dass man dort generell gelistet ist und man hat einen relativ guten Einblick, wie schnell die neuen Artikel angenommen werden. Die Bloggerei schickt in regelmäßigen Abständen ihren eigenen Crawler los. Daher die Empfehlung, die Bloggerei nicht mit in die Pingliste aufzunehmen.

BlogPingR: Ähnlich verhält es sich mit dem Dienst BlogPingR. Wer den Eintrag http://blogpingr.de/ping/rpc2 in seiner Pingliste aufführt, kann u.U. auch mehrere Dienste gleichzeitig ansprechen, weil auch BlogPingR ein “Verteiler” ist. Die haben es sich zur Aufgabe gemacht, einkommende Pings mit ihrem eigenen Crawler zu besuchen und dann zu entscheiden, ob sie diesen Ping weiter verteilen (Spamkontrolle). Hier lohnt es sich, ein BlogIcon von BlogPingR in seinen Blog einzubinden. Dann werden eigene Artikel bei denen mit gelistet und so auch weiter verteilt.

Ich freue mich auf weitere Infos von Euch und vielleicht auch mal von echten Aha Effekten, wenn Pinglisten geändert und beobachtet werden.

LG

John Doe