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Abzock Anrufe vom Microsoft-Support?

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Wenn bei Ihnen unaufgefordert  jemand angeblich vom Microsoft-Support anruft, sollten Sie vorsichtig sein. Besonders dann, wenn der Anrufer behauptet, Ihnen helfen zu wollen. Es könnte heißen, dass festgestellt worden sei, dass Ihr Rechner mit einem Virus infiziert ist und der englisch sprechende vermeintliche Mitarbeiter von Microsoft  bietet Hilfe an. Dies soll ermöglicht werden mittels einer Fernwartungssoftware zum Preis von 150,– Dollar/Euro.

Diese oder ähnliche Anrufe werden derzeit (mal wieder) in Österreich, der Schweiz und Deutschland registriert.  Schon im letzten und vorletzten Jahr wurden diese oder ähnliche Aktivitäten verzeichnet.

Man wird aber nicht „nur“ sein Geld los, wenn man auf dieses Angebot  eingeht. Das Installieren der angebotenen Software „Ammyy Admin“ kann auch beinhalten, dass die Daten des eigenen Rechners ausgespäht werden, um an sensible Daten zu gelangen, denn der Anrufer bekommt hierdurch Zugang. Bei einem ähnlich gelagerten Fall wurde eine Datei mit Namen ShowMyPC3151.exe aufgespielt, die zum einen die Fernwartung ermöglicht und gleichzeitig auch andere Dateien einschleust.
Angerufen wird auch nicht – wie behauptet wird aus London – sondern aus den USA, aus China und Indien oder von den Bahamas. Die Rufnummer ist überwiegend unterdrückt.

Wer schon auf diese Betrugsmasche herein gefallen ist, sollte unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten und seinen eigenen Rechner überprüfen lassen.

Microsoft weist auf seiner Homepage explizit darauf hin, dass von dem Unternehmen keine unerwünschten Mails und Anrufe getätigt werden. Auch die Benachrichtigung, dass man bei der Lotterie von Microsoft gewonnen hätte, ist ein Betrugsversuch.

Das richtige Vorgehen bei solchen Anrufen ist es, sofort aufzulegen und auf keinen Fall irgendwelche Auskünfte zu geben.

Die ständig wachsenden Zahlen in der Cyberkriminalität beschäftigen auch den derzeit stattfindenden  Europäischen Polizeikongress in Berlin. Täglich wird wohl rund eine Million Menschen Opfer  von Betrügereien. Die jährliche Schadenssumme wird bei 290 Milliarden Euro angesetzt, allerdings ist die Dunkelziffer wahrscheinlich hoch. Ab dem 11. Januar ist das neue Europäische Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität übrigens eröffnet und hat seine Arbeit aufgenommen.

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